3F Raw Workflow
Der größte Vorteil des Flextight X5 ist der 3F RAW Workflow. Du scannst einmal mit maximaler Information und entscheidest später über Look, Farbe und Kontrast.
Sinn & Vorteil
Warum der RAW-Workflow im Alltag überlegen ist.
Das 3F-Format ist das RAW-Format des Hasselblad Flextight Scanners. Der entscheidende Vorteil: Du musst beim Scannen vor Ort keinerlei Einstellungen für Farbe, Kontrast oder Helligkeit vornehmen. Der Scanner erfasst automatisch den maximalen Dynamikumfang des Films in 16-Bit. Das spart dir wertvolle (und bezahlte) Zeit vor Ort, da du die Negative einfach nur durchlaufen lässt. Die eigentliche "Entwicklung" – also das Invertieren, die Farbkorrektur und das Festlegen des finalen Looks – machst du später in Ruhe und völlig kostenlos an deinem eigenen Rechner. Da alle Bildinformationen im 3F-Scan enthalten sind, ist dieser Prozess komplett verlustfrei und beliebig oft wiederholbar, ohne dass der Film neu gescannt werden muss.
Zwei Wege zu deinen fertigen Dateien
Beide Varianten starten mit einem 3F-Scan – der Unterschied ist nur, wann du entwickelst.
Variante 1: Direkter TIFF-Export
Du scannst deine Streifen oder deine Auswahl als 3F und entwickelst/exportierst sie dann direkt aus der Scansoftware als fertige TIFFs. So brauchst du dich zuhause nicht mehr damit beschäftigen, hast aber immer noch die 3F-Dateien als Backup, falls du später doch noch einmal neu entwickeln möchtest.
Variante 2: 3F-Modus (RAW)
Du scannst im 3F-Modus (RAW). Dabei musst du dir keine Gedanken über den Look machen und kannst die Dateien später in Ruhe zuhause in diversen Workflows entwickeln.
Wir empfehlen diese Variante, da du so die bezahlte Mietzeit maximal für das reine Scannen nutzen kannst.
Entwicklungs-Methoden
3F-Dateien sind „digitale Negative“. Schwarzweiß kannst du relativ unkompliziert in Photoshop invertieren. Bei Farbnegativen ist die Umwandlung deutlich spezieller, weil Orange-Maske, Farbkanäle und Tonwerte korrekt ausgeglichen werden müssen. Hier findest du die gängigen Methoden.
Wenn du bereits mit Lightroom arbeitest, können wir Negative Lab Pro nur wärmstens empfehlen. Da du durch unsere Scanner-Miete bereits enorm viel Geld im Vergleich zu teuren Labor-Scans sparst, ist die Investition in dieses Plugin ein absoluter No-Brainer – du kannst hier eigentlich nichts falsch machen.
Vorteile
Hervorragende Interpretation der Farbmasten (Orange-Maske), sehr effizienter Workflow für ganze Filmrollen und einfache Handhabung.
Nachteile
Zusätzliche Kosten für das Plugin (ca. 100 €). Die Datei muss vor dem Import in .tif umbenannt werden.